Was ein Briefing tragen muss — und was es weglassen darf

Zwischen Wunschzettel und Arbeitsauftrag liegt oft nur eine Seite Text. So trennen Sie Absicht von Ausführung.

Notizbuch mit handschriftlichen Briefing-Notizen

Ein Briefing ist kein Stimmungsbild und kein Ersatz für die Markenstrategie. Es ist der Auftrag, an dem eine Agentur ihre Arbeit ausrichtet. Wenn darin alles steht, was irgendwann einmal gesagt wurde, entsteht kein Klartext — sondern ein Archiv.

Tragen sollte jedes Briefing mindestens fünf Dinge: das Geschäfts- oder Kommunikationsziel in einem Satz, die angesprochene Gruppe mit Kontext statt Demografie-Listen, den Rahmen (Budgetband, Timing, Kanäle), die verbindlichen Vorgaben (Logo, Claims, Rechtliches) und den kreativen Spielraum. Was weggelassen werden darf: endlose Markengeschichten, die die Agentur schon kennt, und Wunschlisten ohne Priorität.

Praktisch hilft eine harte Regel: Alles, was die Agentur nicht ändern darf, gehört in den Must-Block. Alles, was offen ist, kommt in den Spielraum — mit Beispielen, nicht mit Adjektiven. „Frisch und nahbar“ sagt wenig; „Sprache wie in unserem Kundenservice, keine Anglizismen in der Headline“ schon mehr.

Wenn Sie unsicher sind, ob ein Abschnitt gehört: Fragen Sie, ob die Agentur ohne ihn falsch entscheiden würde. Falls nein, streichen. Falls ja, kürzen bis zur Entscheidungshilfe. SmartSystemNet nutzt genau diese Prüfung in Briefing-Setups und Reviews — nicht als Formalie, sondern damit Pitch und Produktion denselben Auftrag lesen.

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